Nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal – außer in Sachsen

Die Kompetenzstelle Nachhaltige Beschaffung und 14 Bundesländer verdeutlichen in einem gemeinsamen Film-Projekt: Nachhaltige öffentliche Beschaffung ist das neue Normal! Der Freistaat Sachsen glänzt jedoch durch Abwesenheit, denn das Land weigert sich weiterhin, ökologische oder menschenrechtliche Kriterien stärker bei seinem Einkauf zu beachten.

Dies belegt auch der Ende 2021 veröffentlichte Vergleich der Landesvergabegesetze: Beim Thema Nachhaltigkeit ist Sachsen bundesweit mit trauriges Schlusslicht. Und obwohl die Sächsische Nachhaltigkeitsstrategie als auch das Energie und Klimaprogramm Sachsen 2021 die Bedeutung einer nachhaltigen Beschaffung betonen, kauft der Freistaat weiterhin meist das günstigste Produkt, ohne Herstellungsbedingungen oder ökologische Folgen zu beachten. Wir finden, Nachhaltigkeit bei der Beschaffung sollte auch in Sachsen das neue Normal werden! Mit der anstehenden Novellierung des sächsischen Vergabegesetzes hat der Gesetzgeber die Chance einen wichtigen Schritt in diese Richtung zu gehen.

Wir hoffen, dass der Freistaat beim nächsten Film-Projekt der Kompetenzstelle für Nachhaltige Beschaffung mit dabei ist. Bis dahin ist hier erst einmal das aktuelle Video ohne sächsischen Beitrag.

Appell zur Vergaberechtsreform

Die öffentliche Hand in Deutschland gibt pro Jahr schätzungsweise ca. 500 Mrd. Euro für den Einkauf von Waren und Dienstleistungen aus (OECD 2019).Zivilgesellschaftliche Organisationen setzen

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