Europa ist der größte Spielwarenmarkt der Welt. Im Jahr 2014 wurde allein mit Spielwaren ein Umsatz von 16,5 Mrd. Euro erzielt. Deutschland steuerte im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 3 Mrd. Euro bei. Damit gehört Deutschland zu den fünf größten Spielzeugmärkten Europas.

Doch ganz gleich, ob Modellautos, Puppen, Kuscheltiere, Karten, Bauklötze und Co.: Unsere Spielsachen werden zu einem Großteil in Niedriglohnländern produziert. Mittlerweile stammen über 75 % des weltweit hergestellten Spielzeugs aus China. Auch jedes zweite in Deutschland verkaufte Spielzeug kommt von dort. Vor allem betrifft dies Spielzeug aus Kunststoff, aber auch Holzspielzeug, Plüschtiere und Gesellschaftsspiele werden zu einem Großteil in Niedriglohnländern Asiens gefertigt. Wegen gefährlicher Inhaltsstoffe und mangelhafter Produktsicherheit gerieten in den letzten Jahren Spielsachen immer wieder in die Schlagzeilen und immer noch herrschen in den Industrien Arbeitsbedingungen, die international anerkannte Standards verletzen.

Die Broschüre von weed berichtet über die Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie ebenso wie Hintergründe und Struktur der Spielzeugindustrie. Im Anschluss werden Alternativen aufgezeigt für gutes Spielzeug: pädagogisch wertvoll, formschön, stabil, langlebig, sicher und schadstoffgeprüft, und: unter menschenwürdigen Produktionsbedingungen hergestellt.

SPIELREGELN – Hintergründe und Arbeitsrechtsverletzungen in der Spielzeugindustrie