Ausbeutung für Steuergelder?

Wie notwendig endlich Schritte zu einem verantwortlichen Einkauf der öffentlichen Hand sind, belegen die Studie MADE IN MAROKKO und der Film DEN FADEN VERLIEREN Teil 1 und Teil 2.

[30. Januar 2012] Ausbeutungs-Parkour im Dresdner LouisenKombiNaht

Zwei Aktivistinnen von der marokkanischen Arbeitsrechtsorganisation ATTAWASOL haben am 30. Januar 2012 über diese Zustände berichtet. Sie kamen ins LouisenKombiNaht in der Dresdner Neustadt. Dazu war auch der Dresdner Vergabeleiter eingeladen, der jedoch seine Teilnahme absagte. Zuhöher_innen konnten an diesem Montag abend nicht nur diskutieren, sondern auch selbst ausprobieren. Sie waren eingeladen, die Akkordwelt der NäherInnen selbst zu erleben und auszuprobieren, ob sie es schaffen, in 10 Sekunden eine Tasche zu nähen.
Bettina Musiolek von SACHSEN KAUFT FAIR findet: „Gegenwärtig wissen Städte in der Regel nicht, wo Uniformen, Kittel und Blaumänner für ihre Angestellten hergestellt werden. Geschweige denn wie. Kommunen müssen jedoch sicherstellen, dass Steuergelder nicht für Produkte aus Sklavenarbeit ausgegeben werden.“ Naim Naima und Laymae Assouz fordern Kommunen in Europa auf, bei ihrem Einkauf auf Menschenrechte zu achten.

Stadtverwaltung Dresden schlägt Einladung aus

SACHSEN KAUFT FAIR sucht seit 4 Jahren den Dialog mit der Dresdner Stadtverwaltung, um sie bei der Umsetzung dieser Forderung zu unterstützen. Der Stadtrat hat bereits zwei Beschlüsse in dieser Richtung gefasst. Was tut die Stadtverwaltung zu ihrer Umsetzung? Diese Frage von Dresdner Bürger_innen und marokkanischen Arbeiter_innen konnte erneut nicht beantwortet werden, denn die Stadtverwaltung schlug die Einladung trotz Nachfragen von verschiedenen Seiten aus!

Veröffentlichungen und Veranstaltungen wurden von verschiedenen Medien mit einer Gesamthöher_innen- und leser_innenzahl von ca 360.000 verfolgt.