Autor: toni

SpielRegeln – Hintergründe und Arbeitsrechtsverletzungen in der Spielzeugindustrie

Europa ist der größte Spielwarenmarkt der Welt. Im Jahr 2014 wurde allein mit Spielwaren ein Umsatz von 16,5 Mrd. Euro erzielt. Deutschland steuerte im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 3 Mrd. Euro bei. Damit gehört Deutschland zu den fünf größten Spielzeugmärkten Europas. Doch ganz gleich, ob Modellautos, Puppen, Kuscheltiere, Karten, Bauklötze und Co.: Unsere Spielsachen werden zu einem Großteil in Niedriglohnländern produziert. Mittlerweile stammen über 75 % des weltweit hergestellten Spielzeugs aus China. Auch jedes zweite in Deutschland verkaufte Spielzeug kommt von dort. Vor allem betrifft dies Spielzeug aus Kunststoff, aber auch Holzspielzeug, Plüschtiere und Gesellschaftsspiele werden zu...

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Recherche: Nachhaltige Beschaffung in der Aus- und Fortbildung

Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ist die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen in 13 von 16 Bundesländern gesetzlich geregelt, entweder als als Muss- oder Kann-Bestimmung, zum Teil mit unterschiedlichen Schwellenwerten. Von den 30.000 Vergabestellen in Deutschland ist die Zahl derer, die bereits sozial verantwortlich beschafft haben, allerdings sehr gering. Als einen Grund hierfür nennen Beschaffungsverantwortliche die fehlende Sicherheit im Umgang mit der Aufnahme sozialer Kriterien. Vor diesem Hintergrund wurden 2016/2017 im Rahmen der Recherche ‚Sozial verantwortliche Beschaffung in Aus- und Fortbildung von Verwaltungsangestellten‘ bundesweit 29 Studiengänge an 23 Fachhochschulen und Universitäten, 16 Verwaltungsschulen sowie 16 Akademien für Fort- und Weiterbildungen auf...

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Forderungen der Allianz SACHSEN KAUFT FAIR

Die Allianz SACHSEN KAUFT FAIR fordert bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (zusammenfassend „nachhaltige Kriterien“ genannt): Die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen (Zwangs- und Kinderarbeit beseitigen, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen gewähren, Diskriminierung in der Beschäftigung, im Beruf und beim Entgelt aufheben) und weiterer ILO-Übereinkommen (Arbeitszeitbegrenzung auf 60h/Woche, Recht auf einen existenzsichernden Lohn, stabile und vertraglich gesicherte Beschäftigungsverhältnisse, bestmöglicher Arbeits- und Gesundheitsschutz) Nachweise über Siegel, Zertifikate oder die Mitgliedschaft in einer Multi-Stakeholder-Initiative Beachtung der Lebenszykluskosten, d. h. aller tatsächlich anfallenden Kosten eines Produktes von der Rohstoffbeschaffung über Herstellung, Nutzung und Entsorgung unter Nutzung eines Lebenszykluskostenrechners Beschaffung umweltverträglicher Produkte erkennbar an Umweltzeichen Energieeinsparung...

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29.11.2018, Dresden: 10 Jahre SACHSEN KAUFT FAIR

In diesem Jahr wird die Allianz SACHSEN KAUFT FAIR zehn Jahre alt! Seit zehn Jahren engagieren wir uns für ein sächsisches Vergabegesetz, das die Nutzung ökologischer und sozialer Kriterien beim öffentlichen Einkauf ausdrücklich fordert, und für eine nachhaltige Beschaffungspraxis der öffentlichen Hand in Sachsen. Unseren 10. Geburtstag feiern wir mit einem kleinen Festprogramm am 29. November 2018 ab 17:30 Uhr (Einlass) im Haus der Kathedrale in Dresden unter dem Motto: 10 Jahre SACHSEN KAUFT FAIR – so geht unmöglich Eröffnung und Begrüßung durch StS Brangs, Sächsisches Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Grußworte einzelner Allianzmitglieder Sarah Lincoln, Referentin für Wirtschaftliche, Soziale...

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Glück beim Spielen – Pech in der Produktion

Spielzeug ist ins Gerede gekommen: Die Skandale um giftige und gefährliche Spielsachen und die Kritik an ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in asiatischen Zulieferbetrieben haben die  Branche in die Defensive gebracht. Zugleich wurde dadurch aber auch die Diskussion über die ökologischen und sozialen Risiken und Nebenwirkungen der bunten Spielzeugwelt unter den VerbraucherInnen und den Verantwortlichen in Schulen und Kitas neu entfacht. – schreibt die Werkstatt Ökonomie Heidelberg in Ihrem Faltblatt „Teddy, Puppe, Puzzle & Co – Was ist wichtig beim Spielzeugkauf?“ Das Faltblatt biete eine sehr gute Übersicht über die Siegel, Standards und Zertifikate ebenso wie weiterführende Informationen. Der eigens in der...

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Die Schattenseite des Granitsteins

Regierungen und Verwaltungen in westlichen Ländern sind wichtige Endkäufer von Granit für Gebäude, Gehsteige, öffentliche Plätze usw. Die Hälfte der weltweiten Exporte von unbearbeitetem Granit stammt aus Indien. Hier sind moderne Sklaverei, Kinderarbeit und gefährliche Arbeitsbedingungen an der Tagesordnung. Lesen Sie hier die kürzlich veröffentlichte Studie (engl.) des India Commitee of the Netherlands bzw. die deutsche...

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Der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte

Viele komplexe Produkte, die wir alltäglich verwenden, haben eine lange Reise hinter sich, bevor sie bei uns landen: Smartphone, Tablet, und alle elektronischen Produkte, Kleidungsstücke, Schuhe und andere textile Waren, Autos und andere Transportmittel, Spielwaren usw. Die Produktionsketten (oder besser: Liefernetzwerke) erstrecken sich über den ganzen Planeten: weit verzweigt und undurchsichtig – sowohl was den Abbau und Verarbeitung der Rohstoffe als auch die Weiterverarbeitung anbetrifft. In regelmäßigen Abständen werden die schlechten Arbeitsbedingungen in diesen globalen Liefernetzwerken bekannt: Von Löhnen, die niemals zum Leben reichen, Repressionen, mangelhaftem Arbeits- und Gesundheitsschutz, Diskriminierung am Arbeitsplatz, Verfolgung von Gewerkschaftsarbeit usw. Dazu kommt, dass...

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Papier

Papierprodukte aus Altpapier weisen eine weitaus bessere Ökobilanz aus als Papierprodukte aus Primärfasern (Rohstoffquelle Holz), speziell im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch, den Wasser- und Energieverbrauch sowie die Abwasserbelastung, dabei sind die Gebrauchseigenschaften beider Papierprodukte vergleichbar. Das Maßnahmeprogramm der Bundesregierung sieht vor, dass 90% der bei der öffentlichen Verwaltung benötigten Papierprodukte aus Recyclingpapier stammen, dieses soll möglichst die Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel erfüllen. Durch die Verwendung von Recyclingpapier kann die Ressource Holz geschont, Biodiversität erhalten und Flächenkonkurrenz gemindert werden. Zusätzlich kann der Papierverbrauch durch Maßnahmen, wie z. B. den Verzicht auf den Ausdruck oder beidseitiges Drucken, verringert werden. Weitere...

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Rohstoffkonsum

Der Rohstoffkonsum der öffentlichen Hand in 2011 betrug 13% der gesamten Inanspruchnahme der deutschen Endnachfrage und wurde vor allem durch die öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherungen, das Gesundheitswesen, weiterverarbeitete Produkte aus fossilen Energieträgern und Bildungsleistungen beansprucht. Die mengenmäßig wesentlichen Produktgruppen waren dabei Bergbau und Bauwesen (100 Mill. t), z. B. für Gebäude, Biomasse (45 Mill. t), z. B. für staatliche Essensversorgung und Papierprodukte, sowie Metalle und Mineralien (43 Mill. t), z. B. für Fahrzeuge, Maschinen und IT. Weitere Details liefert die Studie des UBA „Die Nutzung natürlicher Ressourcen – Bericht für Deutschland 2016“. In 2010 wurde durch die Bundesregierung...

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