Die Allianz SACHSEN KAUFT FAIR fordert bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (zusammenfassend „nachhaltige Kriterien“ genannt):

  • Die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen (Zwangs- und Kinderarbeit beseitigen, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen gewähren, Diskriminierung in der Beschäftigung, im Beruf und beim Entgelt aufheben)
  • und weiterer ILO-Übereinkommen (Arbeitszeitbegrenzung auf 60h/Woche, Recht auf einen existenzsichernden Lohn, stabile und vertraglich gesicherte Beschäftigungsverhältnisse, bestmöglicher Arbeits- und Gesundheitsschutz)
    • Nachweise über Siegel, Zertifikate oder die Mitgliedschaft in einer Multi-Stakeholder-Initiative
  • Beachtung der Lebenszykluskosten, d. h. aller tatsächlich anfallenden Kosten eines Produktes von der Rohstoffbeschaffung über Herstellung, Nutzung und Entsorgung
    • unter Nutzung eines Lebenszykluskostenrechners
  • Beschaffung umweltverträglicher Produkte
    • erkennbar an Umweltzeichen
  • Energieeinsparung durch Produkte mit bestmöglichster Energieeffizienzklasse
  • Nutzung von ausschließlich regenerativer Energien durch Bezug von Ökostrom
  • die Berücksichtigung repräsentativer Tarifverträge bzw. allgemeinverbindlich erklärter Tarifverträge (Tarifregister) bzw. mindestens vergabespezifische Mindestlöhne, die dynamisch an die Höhe der untersten Entgeltgruppen im öffentlichen Dienst gekoppelt werden
  • Kriterien, die die Gleichstellung fördern
  • Regelungen zu Leiharbeitsverhältnissen

Die Einhaltung der benannten Kriterien ist mittels belastbarer Nachweise zu kontrollieren. Bei Verstößen sind Sanktionen zu erlassen.