Autor: toni

Glück beim Spielen – Pech in der Produktion

Spielzeug ist ins Gerede gekommen: Die Skandale um giftige und gefährliche Spielsachen und die Kritik an ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in asiatischen Zulieferbetrieben haben die  Branche in die Defensive gebracht. Zugleich wurde dadurch aber auch die Diskussion über die ökologischen und sozialen Risiken und Nebenwirkungen der bunten Spielzeugwelt unter den VerbraucherInnen und den Verantwortlichen in Schulen und Kitas neu entfacht. – schreibt die Werkstatt Ökonomie Heidelberg in Ihrem Faltblatt „Teddy, Puppe, Puzzle & Co – Was ist wichtig beim Spielzeugkauf?“ Das Faltblatt biete eine sehr gute Übersicht über die Siegel, Standards und Zertifikate ebenso wie weiterführende Informationen. Der eigens in der...

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Die Schattenseite des Granitsteins

Regierungen und Verwaltungen in westlichen Ländern sind wichtige Endkäufer von Granit für Gebäude, Gehsteige, öffentliche Plätze usw. Die Hälfte der weltweiten Exporte von unbearbeitetem Granit stammt aus Indien. Hier sind moderne Sklaverei, Kinderarbeit und gefährliche Arbeitsbedingungen an der Tagesordnung. Lesen Sie hier die kürzlich veröffentlichte Studie (engl.) des India Commitee of the Netherlands bzw. die deutsche...

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Der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte

Viele komplexe Produkte, die wir alltäglich verwenden, haben eine lange Reise hinter sich, bevor sie bei uns landen: Smartphone, Tablet, und alle elektronischen Produkte, Kleidungsstücke, Schuhe und andere textile Waren, Autos und andere Transportmittel, Spielwaren usw. Die Produktionsketten (oder besser: Liefernetzwerke) erstrecken sich über den ganzen Planeten: weit verzweigt und undurchsichtig – sowohl was den Abbau und Verarbeitung der Rohstoffe als auch die Weiterverarbeitung anbetrifft. In regelmäßigen Abständen werden die schlechten Arbeitsbedingungen in diesen globalen Liefernetzwerken bekannt: Von Löhnen, die niemals zum Leben reichen, Repressionen, mangelhaftem Arbeits- und Gesundheitsschutz, Diskriminierung am Arbeitsplatz, Verfolgung von Gewerkschaftsarbeit usw. Dazu kommt, dass...

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Papier

Papierprodukte aus Altpapier weisen eine weitaus bessere Ökobilanz aus als Papierprodukte aus Primärfasern (Rohstoffquelle Holz), speziell im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch, den Wasser- und Energieverbrauch sowie die Abwasserbelastung, dabei sind die Gebrauchseigenschaften beider Papierprodukte vergleichbar. Das Maßnahmeprogramm der Bundesregierung sieht vor, dass 90% der bei der öffentlichen Verwaltung benötigten Papierprodukte aus Recyclingpapier stammen, dieses soll möglichst die Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel erfüllen. Durch die Verwendung von Recyclingpapier kann die Ressource Holz geschont, Biodiversität erhalten und Flächenkonkurrenz gemindert werden. Zusätzlich kann der Papierverbrauch durch Maßnahmen, wie z. B. den Verzicht auf den Ausdruck oder beidseitiges Drucken, verringert werden. Weitere...

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Rohstoffkonsum

Der Rohstoffkonsum der öffentlichen Hand in 2011 betrug 13% der gesamten Inanspruchnahme der deutschen Endnachfrage und wurde vor allem durch die öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherungen, das Gesundheitswesen, weiterverarbeitete Produkte aus fossilen Energieträgern und Bildungsleistungen beansprucht. Die mengenmäßig wesentlichen Produktgruppen waren dabei Bergbau und Bauwesen (100 Mill. t), z. B. für Gebäude, Biomasse (45 Mill. t), z. B. für staatliche Essensversorgung und Papierprodukte, sowie Metalle und Mineralien (43 Mill. t), z. B. für Fahrzeuge, Maschinen und IT. Weitere Details liefert die Studie des UBA „Die Nutzung natürlicher Ressourcen – Bericht für Deutschland 2016“. In 2010 wurde durch die Bundesregierung...

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Natursteine und Arbeitsbedingungen

Ob zum Pflastern der Straßen, zur Gestaltung des Gartens, als Platte in der Küche oder für die Anzeige der Grabstätte: Natursteine sind ein weit verbreitetes Material zur Gestaltung des Umfelds. Einst wurde Granit zum Beispiel vor allem in der Region abgebaut – heute kommt Naturstein vor allem aus Indien und China. Das Südwind-Institut veröffentlichte 2008 eine Recherche zu den Arbeitsbedingungen in den Steinbrüchen Indien und Chinas. 2007 zeigte frontal21 eine Reportage über die gesundheitsschädlichen und lebensgefährlichen Bedingungen in...

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Süße Früchte – bittere Wahrheit!

Egal ob zum Nachtisch, in Säften oder anderweitig verarbeitet: Ananas, Banane & Co gehören zu den alltäglich konsumierten Früchten zuhause, im Büro oder bei öffentlichen Anlässen. Oxfam hat eine Studie über die Mitverantwortung deutscher Supermärkte für menschenunwürdige Zustände in der Ananas- und Bananenproduktion in Costa Rica und Ecuador erstellt. Die Kampagne MAKE FRUIT FAIR! setzt sich für die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards im Handel mit tropischen Früchten ein. Dabei arbeiten Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) aus Europa  in enger Partnerschaft mit Kleinbauern-Verbänden und Plantagenarbeiter-Gewerkschaften aus Afrika, Lateinamerika und der Karibik für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für Hunderttausende Menschen, die...

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14.11.2017, Dresden, Fachgespräch: Vergaberecht kann mehr – Sachsen übernimmt Verantwortung

Fachkräftesicherung, Gleichstellungspolitik, Wettbewerbsfähigkeit, Nachwuchsförderung oder soziale Standards in internationalen Liefernetzwerken – für die Einen ist Vergabepolitik eine reine Preisfrage, für die Anderen ein Gestaltungsinstrument für eine sozial verantwortliche Beschaffung. 2014 hat die EU die strategische Beschaffung der öffentlichen Hand gestärkt, 2016 die Bundesregierung die Vorgaben umgesetzt: soziale, ökologische und innovative Kriterien könnenseitdem gezielt bei öffentlichen Ausschreibungen verwendet werden. In Sachsen wird derzeit diskutiert das Vergabegesetz an die Veränderungen auf EU- und Bundesebene anzupassen. Aus diesem Grund lädt die Allianz SACHSEN KAUFT FAIR mit dem Deutschen Juristinnenbund (djb) – Landesverband Sachsen und dem Landesfrauenrat Sachsen zu einem Fachdialog ein, der...

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Sächsisches Vergabegesetz: Kommt die Novellierung zugunsten nachhaltiger Kriterien?

Im Ausschuss Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Sächsischen Landtags gab es am Dienstag, den 28. März 10 Uhr eine Anhörung zur Novellierung des sächsischen Vergabegesetzes zu der Frage, ob und wie strategische Ziele (soziale, ökologische, innovative Aspekte) in das Gesetz aufgenommen werden können. Dokumente: die zentralen Argumente der Anhörung das Anhörungsprotokoll   Termine zum Thema „soziale und ökologische Kriterien in das Vergabegesetz“/Faire Beschaffung: 28.03.2017, Lugau: Kommunale Vergabepraxis: Heutige und zukünftige Möglichkeiten für eine faire Beschaffung, Pressebericht in Stollberger Zeitung 13.04.2017: 4. Sächsischer Vergabedialog: Chancen und Risiken bei der Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte bei der öffentlichen Auftragsvergabe. Bericht...

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Wie kann ich nachhaltige Kriterien in die Ausschreibung einbauen?

Für die Nutzung nachhaltiger, also sozialer und ökologischer Kriterien stellt die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung in ihrem Portal Ausschreibungsbeispiele aus allen Bundesländern zur Verfügung, ebenso wie Termine für Schulungen und Konferenzen. Daneben bietet der Kompass für nachhaltige Beschaffung ausführliche Informationen zu Produkten, Siegeln und Rechtsgrundlagen und unterstützt beim Einbau sozialer Kriterien in die Ausschreibungsunterlagen. Das Umweltbundesamt bietet umfangreiche Informationen zur Umsetzung umweltfreundlicher und -gerechter Beschaffung in den Kommunen, u. a. Schulungsskripte für Beschaffungsverantwortliche, Leitfäden inkl. Anbieterfragebögen zu zahlreichen Produkten und Dienstleistungen, Informationen und Tools zur Berechnung von Lebenszykluskosten, Rechtsgutachten sowie Praxisbeispiele anderer Kommunen. Zudem bietet die Servicestelle Kommunen in...

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