In Anlehnung an den Aktionsplan des CorA-Netzwerks fordern wir das Land Sachsen auf, eine soziale, ökologische und faire Beschaffung umzusetzen und Kommunen und Landkreise dabei zu unterstützen. Dies haben wir in einem Brief gegenüber Wirtschaftsminister Jurk deutlich gemacht: „Für die praktische Durchsetzung einer gerechten, sich an sozialen und ökologischen Kriterien orientierenden Beschaffung in Sachsen regen wir … die Erstellung eines verbindlichen Aktionsplans mit klaren Zielen und Umsetzungsfristen durch die sächsische Staatsregierung an.“ Dieser sollte als Mindeststandard für die Auftragnehmer die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen, Zahlung existenzsichernder Löhne und eine unabhängige Kontrolle dieser Kriterien entlang der Lieferkette beinhalten. Nach der positiven Novellierung des Bundesvergaberechts warten sächsische Kommunen wie Chemnitz derzeit auf ein Signal vom Land. Gerade kleineren Städten und Kommunen kann die Arbeit der Staatsregierung den Einstieg in eine soziale und ökologische Beschaffung erleichtern. Wir fordern vom Land Sachsen, mit Unterstützung der gewaltigen Marktmacht der gesamten öffentlichen Beschaffung in Sachsen von den Bietern die Einhaltung der elementarsten Rechte eines jeden Menschen im Herstellungsprozess ihrer Produkte zu verlangen.