Ordnungsämter, Feuerwehren, Krankenhäuser, die Polizei und viele weitere öffentliche Stellen benötigen qualitativ hochwertige Arbeits- und Schutzkleidung sowie Flachtextilien. Doch hohe Qualität ist nicht automatisch auch ein Garant für gute Arbeitsbedingungen in der Produktion. Überstunden, Verbot von Gewerkschaftsbildung, Diskriminierung und Löhne, die zum Leben nicht ausreichen, sind in der Textilbranche keine Seltenheit.

Wie kann die öffentliche Hand im Rahmen des geltenden Rechts auf gute Produktionsbedingungen hinwirken? Wie lassen sich bereits vorhandene Instrumente für Vergabe inklusive sozialer Kriterien nutzen? Was benötigen die potentiellen Auftragnehmer, um sich auf die veränderte Nachfrage einstellen zu können? Welche Wege können Unternehmen gehen, um entlang der Produktionskette Menschen- und Arbeitsrechte sicherzustellen?

Diese Fragen werden in dem Beschaffungsdialog mit Expertise, Beiträgen aus der Praxis und einer Diskussion unter Textilunternehmen erörtert und schließen an die Veranstaltung des vergangenen Sommers in der Probstei in Leipzig an.